dr. manfred miller managementberatung

Dr. Manfred Milller im Karstadt-Check für das Magazin „Der Handel“

Dr. Manfred Miller und zwei weitere Handelsexperten haben für das Magazin „Der Handel“ drei neu renovierte Karstadt-Filialen in München, Düsseldorf und Göttingen inspiziert.

Alle drei sind sich einig: Von einer Erneuerung, frischem Wind und „full of life“ ist weit und breit nichts zu spüren. „Full of Langeweile“ trifft eher zu.

Karstadt-Filiale München, Bahnhofsplatz – Der Energiefresser

Schlecht gelauntes Personal, keine Unterräume für die verschiedenen Zielgruppen, überdrehtes Design, profillose Marken – dieses Warenhaus frisst die Energie der Kunden. Das ist das Urteil von Dr. Manfred Miller nach 1,5 Stunden in der neu renovierten Filiale am Münchner Bahnhofsplatz. Wer sich im Wirrwarr der 40 000m² großen Verkaufsfläche zurechtfindet, vollbringt eine enorme Willensleistung. Kunden, Personal und Sortimente verlieren sich. Es gibt zu wenig verkaufs-anregende Kombinationen der verschiedenen Waren. Cross-Selling ist ein Fremdwort. Karstadt-Check: Dr. Manfred Miller und andere Experten bewerten Filialen

Für Dr. Manfred Miller wird der negative Eindruck der Warenpräsentation noch durch die Stimmung des Personals verstärkt. Zum Slogan „Full of life“ passen keine herunterhängenden Mundwinkel. Trifft man auf der Verkaufsfläche vereinzelt auf Mitarbeiter, bekommt man als Kunde eher das Gefühl zu stören. Es fehlt die Motivation. Dr. Manfred Miller vermutet, dass Karstadt seinen Mitarbeitern keine Kultur bietet. Veränderung im Unternehmen funktioniert aber nur, wenn sie auch auf der Personalebene stattfindet und dort mit getragen wird.

Der einzige Pluspunkt des Münchner Karstadt-Hauses sind die vielen neuen Cafés. Dieser kleine Wehrmutstropfen kann den negativen Gesamteindruck aber nicht herumreißen. Es fehlt an der konzeptionellen Handelsleistung und am Einkaufserlebnis für den Kunden.

Das Fazit von Dr. Manfred Miller: Karstadt muss seinen Filialen mehr Leben einhauchen. Es muss noch viel getan werden.

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